Philosophie
Curriculum Vitae

Künstlerisches Schaffen als Ausdruck von



Wie schon die Alten Meister nützt Ty Waltinger die intensive Leuchtkraft der natürlichen Farbpigmente für seine Arbeit. In einem langwierigen Arbeitsprozess legt er unzählig lasierende Farbschichten übereinander, um seiner Darstellung Tiefe und Lebendigkeit zu verleihen. Doch es geht Ty nicht primär darum, eine von ihm intendierte Form herauszuarbeiten, sondern mit dem Willen und dem ureigenen Leben der Pigmente zu kooperieren.
Diese beginnen - dank einer speziell von ihm  entwickelten Öl-Acryl-Schichttechnik - miteinander zu arbeiten, indem sie sich überlagern, ineinander fließen, sich abstoßen, absorbieren oder aufeinander reagieren.
Es ist sein Ziel, den Pigmenten ihre ursprüngliche Leuchtkraft und Ausstrahlung zu entlocken. Auf der Grundlage von alten, meist nur fragmentarisch erhaltenen Rezepturen gelingt es ihm, das innere Licht dieser wertvollen Farbstoffe wieder zum Leben zu erwecken.

Der Künstler teilt seine Malerei in zwei Werkgruppen ein:
Die im Atelier entstandenen Bilder bezeichnet Ty Waltinger als Bewahrte Pigmente. Diese Arbeiten sind von wesentlicher Bedeutung, weil ausschließlich sehr alte und höchst seltene Farbstoffe verarbeitet und somit »bewahrt« werden. 
Bei der Werkserie Fließende Pigmente spielt der Einfluss der Natur eine wesentliche Rolle. Den Naturgewalten ausgesetzt, wird der Fluss der Farbe nicht mehr durch artifizielle Steuerung verändert, sondern durch den natürlichen Prozess des Wetters, um den Gegensatz zwischen Natur und Kunst aufzuheben.