Dieser brillante rote Farbton, der aus dem Absud von Läusen gewonnen wird, kann mit Hilfe eines Kreidesubstrats in ein unlösliches Purpurpigment verwandelt werden.

Gewinnung
Cochenille wird aus einer speziellen Schildlausart (coccus cacti) gewonnen, die auf Feigenkakteen angesiedelt sind. Noch heute werden ausschließlich die flügellosen Weibchen gesammelt und langsam getrocknet. So entsteht das berühmte »Cochenille« (oder Koschenille), das sowohl in der Textilfärbung, für kosmetische Zwecke und verlackt als Malfarbe Verwendung findet.

Geschichte
Cochenille kam mit der Entdeckung Amerikas nach Europa. Die nennenswertesten Karmin-Produzenten finden sich fast ausschließlich in Spanien, wo das Herstellungsverfahren dieses Farbstoffes lange Zeit als bestgehütetes Geheimnis galt.

Dieses besonders farbintensive Pigment gibt heute noch dem Campari seine typische Färbung und findet beispielsweise auch in der Herstellung von Lippenstiften Verwendung.

Ty Waltinger verwendet für seine Arbeit dieses spezielle Pigment in den unterschiedlichsten Farbnuancierungen und Qualitäten aus mehreren Epochen.